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Planfeststellung ist erfolgt – Jetzt das Gehölz schützen!

Update 26.08.: Informationen bezüglich der erfolgten Planfeststellung hinzugefügt.

der Lockdown ab Mitte März hat leider verhindert, dass wir weitere, schon geplante Aktionen durchführen konnten. Nun wird es aber ernst.

Dr. Hopp hat uns darüber informiert, dass nunmehr die Planfeststellung durch das Eisenbahnbundesamt erfolgt ist. Üblicherweise ist mit einer Planfeststellung auch eine sofortige Vollziehbarkeit verbunden. Dies bedeutet, dass auf Grundstücken der Bahn und der Stadt Hamburg, insbesondere im Gehölz, Baumfällungen beginnen können, da der Planfeststellungsbeschluss auch die Fällgenehmigungen umfasst.

Bis zu dreihundert Bäume sollen in der Folge auf städtischem und privaten Grund gefällt werden, teilweise nur für eine temporäre Baustraße.

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Hervorgehobener Beitrag

Realität & Zukunft in der Claudiusstraße

Blick auf die Realität im Jahr 2020

Am Morgen des 2. Dezembers wurden rechts vom Bahnübergang Claudiusstraße eine Reihe von Bäumen gefällt. Diese Bäume, darunter eine wunderschöne, hohe Weide, standen dort seit vielen, vielen Jahren. Die Anwohner sind deswegen sehr traurig und werden sie vermissen. Wie gut, dass die Deutsche Bundesbahn die Fähigkeit hat, aus der Höhe ihrer Macht allen Anwohnern zum Trost einen Blick in die Zukunft zu gewähren…

Blick auf die Realität im Jahr 2020
© Hans Raible

Blick in die Zukunft des Jahres 2030?

…dieser Blick auf die Bahnstrecke an einem ebenso tristen Wintertag wie im Jahr 2020 beweist die wunderbare Kraft der Deutsche Bahn: Sie kann nicht nur Bäume fällen lassen, sie kann auch Bäumen, die früher viele  Jahre zum Wachsen in die Höhe gebraucht hätten, zu erstaunlichem Wachstum in ganz kurzer Zeit verhelfen. Oder ist das ein Blick in eine ziemlich ferne Zukunft? Vielleicht 2040? Oder doch eher 2050?

Blick in die Zukunft – Sicht auf die neue Fußgängerüberführung Claudiusstraße
© https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/hamburg-bad-oldesloe

2. Eilantrag abgelehnt + Begründung

Am 12.11. erreichte uns die Nachricht, dass das Bundesverwaltungsgericht auch unseren 2. Eilantrag, ebenso wie vier andere Eilanträge zuvor, abgelehnt hat. Die Begründung finden Sie hier. Die Chancen die Bäume im Gehölz und entlang der Strecke zu retten derzeit nur noch sehr gering.

Zwar erfolgen die Baumaßnahmen der Bahn bis zu einer Entscheidung der Klage auf eigenes Risiko, aber das Bundesverwaltungsgericht hat offensichtlich keine Notwendigkeit einer umfassenden Güterabwägung gesehen. Dabei fallen der Naturschutz und der grundgesetzliche Schutz des privaten Eigentums unter den Tisch. Welcher Schaden dadurch entstehen kann, wurde jüngst an dem Mautdebakel von Herrn Scheuer offensichtlich.

Wir werden nun die Klagebegründung mit aller Intensität weiterverfolgen und versuchen uns auch Unterstützung durch das vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) eingerichtete Dialogforum zu erhalten. Nach der Ankündigung des Gerichts soll die Hauptverhandlung im nächsten Jahr (2021) erfolgen. Wir hoffen bis dahin weiterhin auf die umfassende Unterstützung durch unsere Mitglieder. Insbesondere sind wir natürlich auch auf weitere Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen um die Klagen, welche wir stellvertretend für alle Mitglieder durchfechten, auch finanzieren zu können.

In der Hoffnung auf bessere Zeiten grüßen wir sie sehr herzlich.

Arnold Harmsen, 1. Vorsitzender
Peter Heinzel, 2. Vorsitzender

Wandsbeker Lärmschutzbote 10

Der Lärmschutzbote ist auch als download verfügbar.

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Nachbarn, liebe Interessierte,

die Auseinandersetzung mit der Bahn und der Stadt Hamburg geht weiter. Am 22.9.2020 wurde den zukünftigen Klägern der Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahnbundesamtes offiziell zugestellt. Daraufhin haben zwei Klägerinnen am 25.9.2020 einen Eilantrag gestellt, um die Fällung von Bäumen im Gehölz, welche am 1.10.2020 beginnen sollte, zu verhindern. Daraufhin hat am 29.9.2020 dann das Bundesverwaltungsgericht vorläufig Baumfällungen und Baumaßnahmen untersagt. Die Baumfällungen konnten somit erst einmal verhindert werden.

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18. Oktober 2020 15 Uhr: 2. Wandsbeker Waldmusik

Wir möchten zu unserer zweiten Wandsbeker Waldmusik einladen und an den Erfolg der ersten Konzerte anknüpfen, mit denen es gelungen ist, eine
breitere Öffentlichkeit über die drohenden Baumfällungen und Baumaßnahmen in unserem Gehölz zu informieren.

Am Sonntag, den 18. Oktober 2020 um 15 Uhr werden die „Söhne Hamburgs“ (Stefan Gwildis, Joja Wendt & Rolf Claussen) auf der Lichtung im Wandsbeker Gehölz nahe dem Bahnhof Wandsbek ein Benefizkonzert für uns und die Bäume geben, um uns beim Erhalt des Gehölzes und dem Widerstand gegen die jetzige überzogene Planung zu unterstützen.

Wir rechnen mit einigen Besuchern, daher gilt ein Hygienekonzept. Die Teilnahme ist nur mit Maske und Abstand zugelassen. Keine Teilnahme mit Atemwegserkrankung.

Bitte kommt zahlreich und bringt gern Familie und die Marienthaler
Nachbarschaft mit.

Stand des Verfahrens – Vorbereitung der Klagebegründung

Am 25.09. haben wir im einen Eilantrag beim Bundesverwaltungsgericht gestellt, mit welchem wir Baumfällungen ab dem 01.10. verhindern wollen. Bis Mitte Oktober werden wir einen umfassenden Eilantrag einreichen, um den Sofortvollzug des Planfestellungsbeschlusses aufzuheben und den Planfeststellungsbeschluss selber als unzulässig anzufechten. Nun müssen wir erst einmal abwarten wie das Bundesverwaltungsgericht in Sachen Baumfällungen entscheidet.

Der Planfeststellungsbeschluss liegt seit dem 21.09. bis zum 05.09.2020 auf dem Bezirksamt zur Einsichtnahme aus. Sobald wir einen Link vom Eisenbahnbundesamt zu dem Beschluss und den damit zusammenhängenden Anlagen erhalten haben, werden wir diesen bekannt machen.

Wir bitten alle Mitglieder, die Kraft und Zeit dafür übrig haben, sich die Unterlagen kritisch durchzusehen und Einwendungen, Richtigstellungen und Aspekte, welche wir in der Klagebegründung benennen sollen, schriftlich einzureichen. Punkte, welche in der Klagebegründung nicht genannt worden sind, können später nicht ergänzt werden. Wir sind daran interessiert, möglichst umfassend gegen den Planfeststellungsbeschluss zu klagen.

Presse und Fernsehen berichten über Güterverkehrsausbau

Die Waldkonzerte am vergangenen Wochenende waren sehr inspirierend, wie von vielen Seiten berichtet wurde. Allen, die dort mitgemacht haben und die Vorbereitungen übernommen haben, sei hiermit sehr herzlich gedankt.

Das Gehölz als Ort der Verbindung zwischen Arbeit und Entspannung findet zunehmend Aufmerksamkeit. In der Folge sind nun Presse und Fernsehen aufgewacht und berichten, zwar nicht immer ganz zutreffend, aber die bisherigen Gewissheiten werden hinterfragt. Es wird deutlich, dass die bisherigen Planungen der Stadt und der Bahn kein Selbstläufer sind und die Jubelarien der Politiker und der Bahn von der Wirklichkeit eingeholt werden:

Zum Abschluss noch einmal eine kurze Zusammenfassung von den Waldkonzerte, die neulich im Gehölz stattgefunden haben:

19./20. September 17-18 Uhr: Wandsbeker Waldkonzerte (Video)

Update: Die Konzerte von Herr Prof. Matthias Höfs mit der Trompetenklasse der Hamburger Musikhochschule waren ein großer Erfolg. Hier eine kurze Reportage:

Hier folgt der ursprüngliche Bericht:

Das Wandsbeker Gehölz unterstützt uns in vielfältiger Weise: Beim Laufen und Spazierengehen, beim Ausspannen, auf dem Weg zur Arbeit – und nun wird es an diesem Wochenende auch noch für uns zum Klingen gebracht.

Am Samstag und Sonntag, jeweils von 17-18 Uhr im Gehölz (Ecke Seydeckreihe / Schatzmeisterstraße), finden die ersten Waldkonzerte statt, mit denen uns engagierte Musiker beim Erhalt des Gehölzes und dem Widerstand gegen die jetzige überzogene Planung unterstützen.

Jeder ist willkommen. Für eine bessere Planbarkeit wegen Corona wird um eine Anmeldung (keine Pflicht) gebeten.

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